02 | 22 - Dunkler Wald

Wenn man lange genug wartet, dann ist es selbst beim sonnigsten Wetter dunkel. Allerdings täuscht dieses Foto. Ich habe mir heute als Thema ICM gesetzt - also die absichtliche Bewegungsunschärfe in Bildern durch Kamerabewegungen. Dazu mussten die Felder und Baumgruppen in der Umgebung herhalten. Bis ich durch eine Lücke der Tannenschonung diese starken Hell/Dunkelkontraste gesehen habe und dann gleich versucht habe die für meine Idee zu nutzen. Und mit dem Ergebnis bin ich soweit zufrieden, zumindest kann man sich vorstellen, dass da gleich was „Schlimmes“ zum Vorschein kommt. Denn das Rotkäppchen kann es ja nicht sein - ist und bleibt eine Schwarzweiß Serie.

02 | 20 - Schattenkäufe

Wieder Samstag - und wieder ein Tagesfoto vom Umfeld des Fischmarktes. Na gut, gleich Abläufe erzeugen gleiche Ergebnisse. Oder nein, hoffentlich nicht die gleichen Fotos. Nachdem wir ja gestern schon „Frühling“ hatten, war das Licht heute Morgen auch schon wieder krass. Ich muss neben der Maske unbedingt auch an die Sonnenbrille denken. Die Leere am Fischmarkt hat auch ihr Gutes, solche Aufnahmen am Samstag Mittag gelingen nur unter solchen Bedingungen. Ein Laden darf zwar nicht normal verkaufen, trotzdem stellen sie ihr Angebot nach draußen - denn für „Click und Collect“ braucht man ja auch Inspiration. Tolle Idee - und tolles Motiv. Vielleicht fällt ja auf, dass hier immer noch die Weihnachtsbeleuchtung hängt. Allerdings finde ich das sogar ganz nett - ist doch eine Brücke zum Weinhandel gegenüber.

02 | 19 - Frühlingsgefühle

Ja ist der denn bescheuert … schreibt mittem im Winter über Frühling und zeigt ´nen toten Baum im Wasser. Nun gut, der Titel hat in diesem Fall nichts mit dem Bildinhalt zu tun. Aber ohne dieses „Gefühl von Frühling“ hätte ich wohl keine Lust gehabt ins Hohe Moor zu fahren. Denn heute hatten wir ein herrliches Wetter, hauptsächlich durch die Sonne mit ihrem schönen weichen warmen Licht - Frühling eben. Und das Moor hat uns Motive ohne Ende gezeigt. Aber komisch - nun habe ich mich doch für den toten Baum entschieden. Einen den ich schon diverse Male fotografiert habe. Aber heute - so vor der Sonne und man kann sogar etwas Eis auf dem Wasser erkennen - war das mein Bild des Tages.

02 | 16 - Winterruhe

Am Stader Holzhafen kann man Kanus mieten um auf dem Burggraben zu paddeln … super Sache, lohnt sich. Allerdings nicht in dieser Jahrszeit! Kalt ist es sowieso, aber es gibt keine Eisbrecher auf dem Burggraben oder dem Holzhafen. Also wird der Erfolg nicht besonders groß sein. Aus diesem Grund liegen die Mietkanus schön aufgereiht auf der Wiese bis zum Frühjahr. Und das ist genau das was wir hier im Bild sehen. Und sogar noch ein wenig Schnee ist zu sehen.

02 | 12 - Schattengitter

Heute hatten wir geniales Winterwetter - aber so richtig. Natürlich liegt immer noch der Schnee der Woche, aber darüber - ein strahlend blauer Himmel. Wir sind also raus an die Elbe, diesmal wieder nach Abbenfleth und Grauerort. Und schön war’s. Der Wind war nicht so stürmisch wie noch in den Tagen zuvor und war gut auszuhalten. Die Spuren des starken Ostwinds konnte man aber sehen, der Strand war voller Eisschollen. Ich habe einiges an Fotos gemacht, aber gegen Abend kommt die Sonne halt aus Westen und das ist dann nicht so spannend wie bei Gegenlicht. Ein paar Bäume habe ich nett gefunden, so mit Borke, Schnee und Sand - aber die gibt es im Beifang. Gefesselt hat mich mal wieder der alte Anleger bei Grauerort. Mit den Füßen in den Eisschollen, mit supertollem weichen Licht der tiefstehenden Sonne gibt ein schönes Schattenbild auf dem Betonsockel. Und tatsächlich habe ich den noch nicht in der Sammlung - aber nun!

02 | 08 - Winterrose

Wir haben uns heute unterhalten, dass immer noch Rosen im Garten sind - und schon hatte ich mein Tagesmotiv - und das ohne lange im kalten Ostwind umherzugehen (das hatte ich ja gestern ausreichend gemacht). Natürlich haben die Rosenblüten aktuell ihren ganz eigenen Charme - Winterrosen halt. Ein Problem dabei war wieder der Ostwind … ich hatte Schwierigkeiten sie vernünftig zu erwischen. Es sind eine ganze Reihe von Aufnahmen entstanden, ich habe mich aber für diese entschieden, da die in dieser Aufnahme noch die alte Schönheit erkennbar ist - fast wie eingefroren. Und gerade in der Schwarzweiß Umsetzung ist kaum zu erkennen, dass sie tatsächlich schon verwelkt ist.

01 | 27 - Himmelsleiter

Heute war mal wieder ein kein-nix-Tag. Kein vernünftiges Wetter, keine Sonne, kein Regen, kein Nebel, kein Frost … nix was eine spannende Lichtstimmung erzeugt. So bin ich ein wenig in der Gegend und bekannten Gelände rumgelaufen und habe Motive gesucht und dabei diesen Blick in den Himmel gefunden. Es war mal eine Siloanlage (glaube ich) aber mit Kamin … wie auch immer, diese Leiter am Kamin fand ich dann doch wieder spannend und in diesem Fall war auch der langweilige Himmel ein schöner Kontrast für die dunklen Formen und Strukturen.

01 | 18 - nah dran …

… aber weit genug entfernt. Vor allem weil ich mir sicher war, dass da mit dem momentan nix passiert (Schlüssel in der Tasche!!). Nachdem ich heute fast den ganzen Tag den Regen beobachtet habe, wollte ich den auch umbedingt ins Bild bekommen. Aber was soll ich sagen, dafür war es nicht genug. Wieder dieser typisch norddeutsche Niesel. Man sieht nix und ist am Ende trotzdem nass. In diesem alten toten Straßenstück habe ich schon mal fotografiert, heute war es halt die Idee noch ein wenig zusätzliches Licht mit ins Spiel zu bringen … und natürlich ein wenig „Drama“. Mal ehrlich - ich hatte die Kamera ja am Boden und habe mit dem Klappdisplay fotografiert. Das ist eine Situation die möchte ich wirklich nicht erleben. Aber so ging’s.

01 | 14 - Zeitgeist oder die moderne Hecke

Es gibt ein Thema das mich momentan beschäftigt, und das ist die zunehmende Plastifizierung unserer Vorgärten. Als wir von 20+ Jahren unser Haus bezogen haben, gab es einen Trend vor dem „gewarnt“ wurde. Und das waren die Lebensbaumhecken mit denen sich immer mehr und mehr Hausbesitzer umgeben haben um sich vor den Blicken von der Straße aus zu schützen. Nun beobachte ich seit einiger Zeit, dass an immer mehr Grundstückgrenzen eine andere Form des Sichtschutzes „aus dem Boden wächst“ - in Form dieser 2 m hohen Stahlgitterzäune die dann auch noch mit Plastikstreifen als Sichtschutz gefüllt werden. Dafür verschwinden sogar die Lebensbaumhecken. Es mag Gründe geben das zu tun - auch jenseits des Sichtschutzes, weniger Pflege - kein zurückschneiden - keine eingegangene Heckenpflanzen - weniger Platzbedarf … da kann und will ich kein Urteil über die Grundstücksbesitzer sprechen. Aber schön finde ich das nicht!! Selbst wenn mich die regelmässigen Formen im richtigen Licht durchaus interessieren (fotografisch). Das gleiche Grundstück habe ich mit grüner Hecke fotografiert, und das ist erst zwei Monate her!

01 | 03 - Oberhafenmodel

Juchu, mal wieder einen Tag unterwegs zum fotografieren. Dafür hatte ich mir in Hamburg ein paar neue Ziele überlegt - allerdings sind es wieder alte Ziele geworden. Das macht aber nichts. Eines der Ziele war dann das Oberhafenquartier mit Spiegelhäusern und Deichtorhallen. Bei der Hinfahrt habe ich schon auf der Brücke einen Fotografen mit Model aufgescheucht - im wahren Sinne des Wortes. Denn die (musste) lang auf der Straße liegen und er hat mit Aufwand (mobile Blitzanlage) Fotos von ihr gemacht. Das war dann natürlich auch meine Bildidee … wobei ich nicht sein Model in den Vordergrund genommen habe, sondern mein eigenes - die Perspektive der Brücke halt. Also wäre der Titel auch „Oberhafenmodelle“ oder „Oberhafenmodels“ … richtig gewesen. Aber es bleibt wie es ist! Die weiteren Aufnahmen im Beifang bzw. später im eigenen Album.

12 | 31 - Aus is’

Nö, nicht mit diesem Projekt, „nur“ mit diesem Jahr. Mein Plan war Feuerwerk zu fotografieren - das, das nicht gekauft werden darf natürlich … und das schon geraume Zeit hier um die Ohren fliegt. Aber nein, es geht ja erst nach Mitternacht richtig los. Also muss meine eigene Lichtshow losgehen. Also, tschüß 2020 - hallo 2021 - nachher. Schade, dass helles blau genauso aussieht wie helles rot … aber was soll’s, ich wünsche einen guten Rutsch und ein hoffentlich gutes, gesundes und kreatives neues Jahr!

12 | 25 - Zwischen den Toren

Das war dann ein Festtagswetter heute! Na gut, üblicherweise erwarten oder erhoffen wir an den Weihnachtstagen ja kaltes und klares Wetter und dazu eine schöne Lage Schnee. Ich muß sagen bei einer Ausbeute von zwei von drei kann doch eigentlich glücklich sein - oder? Es war kalt, so dass an einigen Stellen es noch etwas rutschig war an der Elbe und dazu hatten wir superklares Sonnenwetter. So sind wir raus an die Elbe um mal eine Runde um die Festung Grauerort zu gehen. Auch wenn dort alles geschlossen war haben wir doch ein paar nette Eindrücke mitgenommen. Für den Tag mitgenommen haben ich hier das Abbild eines fotografierenden Fotografen … muß ja auch mal sein. Ausserdem zeigt es, dass wir schönes Licht hatten. Der Rest dann an anderer Stelle.

12 | 22 - Weihnachtsbaumsammlung

Am Sonntag bin ich sowohl auf dem Weg zur Autobahn als auch auf dem Weg zurück durch Apensen gefahren, und beides Mal war es dunkel (kein Wunder bei den kurzen Tagen und brutto 7 Stunden Fahrzeit + Zeit vor Ort). Und beides Mal habe ich die Sammlung von beleuchteten Bäumen auf dem Kirchhof der Kirche in Apensen bewundert. Einfach toll - ein schönes warmes Bild das man auch im Vorbeifahren wahrnimmt. Und da ja das Tagesfoto am Sonntag schon verplant war (Westfalenstadion und so), musste ich unbedingt nochmal nach Apensen fahren. Eine fixe Idee halt. Nun gut - heute bin ich also hin. Und ich muss sagen, im Vorbeifahren nimmt man mal wieder nur die (be)merkenswerten Dinge wahr. Mit mehr Zeit und Ruhe vor Ort relativiert sich das oft. Aber ich war jetzt halt dort und dann muss auch etwas dabei entstehen. Ich habe also elegant die Beleuchtung des Kirchturms umgangen, keine Rücklichter vorbeifahrender Autos zugelassen und die knipsenden Handykids abgewartet - so ist dieses Bild entstanden. Ja, sie stehen schön dar, die großen Bäume drumrum sind schemenhaft erkennbar, und dem Anlass passend ist sogar ein Kreuz dabei um den Bezug zur Kirche zu verdeutlichen. Aber, unabhängig vom entstandenen Foto, das ist eine tolle Installation - vielen Dank an die Gemeinde!

12 | 19 - Stern im Baum

Kann der denn nur Bäume - mag man denken. Na ja, eine gewissen Affinität möchte ich nicht leugnen, aber sehen sie denn nicht toll aus - große Kunstwerke der Natur. Vor allem in dieser Jahreszeit wo das das kunstvolle Astwerk bis in die feinsten Spitzen sichtbar wird. Wir waren heute aber nicht im Moor oder den Schwingewiesen sondern in der Barger Heide - ein kleines Schutzgebiet in dem sich die typische Heidevegetation frei entfalten soll. Mit eingezäunten Flächen die nur von Schafen betreten werden sollen. Zwischen diesen Bereichen tummeln sich Reiter, Hunde, Hundebesitzer, Wanderer, Läufer … Fotografen. Und heute Nachmittag waren wir halt auch dabei. Und an diesem solo stehenden Baum im Gegenlicht und Sonnenstern konnte ich halt nicht vorbeigehen. Dazu das helle Moos und da sogar noch etwas farbige Heidekraut.

12 | 15 - Wellenspannung

Bei einem Besuch im Stader Hafen bleiben eigentlich immer Motive hängen, dafür ist dort einfach zu viel los - optisch - zumindest momentan. Es ist nicht die beste Jahreszeit um mit einem Boot dort festzumachen, aber wer weiß das schon als Nicht-Boot-Fahrer. Allerdings haben die Kanzel vom Hafenmeister und das Technikgebäude einen verlassenen Eindruck gemacht. Umso mehr Zeit bleibt sich mal mit den vielen Details dort zu beschäftigen. So auch mit dieser Verstrebung der Gebäudekonstruktion. Na gut, die haben nicht wirklich im Quadrat gebaut, aber das stört mich nicht weiter. Und am Wellblech kann ich sowieso nicht vorbeigehen ohne nach einem Motiv zu schauen. Also ist es diesmal wieder ein kontrastreiches Detail geworden und keine Landschaft oder Nachtaufnahme. Schön.

12 | 14 - Altstadtecke

Nach dem Feierabend im HomeOffice musste ich dann nochmal in die Stadt um schnell bestellte Bücher aus meiner Lieblingsbuchhandlung abzuholen. Das hat auch gut geklappt, noch sind die Leute in Stade noch nicht im „Last Minute“ Modus. Aber dunkel war es schon, da muss man schauen um ein interessantes Motiv zu finden. An dieser Ecke Hausecke am Johanniskloster bin ich hängen geblieben, die Beleuchtungssituation fand ich ganz interessant. Wenn es wunder - nein so hell leuchten die Stader Lampen in der Altstadt wirklich nicht - hinter wartete etwas erhöht ein Fahrer im Auto auf seinen Mitfahrer - mit laufendem Motor und natürlich voller Beleuchtung. Obwohl - so richtig böse bin ich ihm deswegen nicht. Mein Schlagschatten geht ausreichend unter … na ja, genau genommen schon. Also - ich korrigieren - Altstadteckenselfie … ;)

12 | 11 - Lichtinseln

Auf einem Weg durch die Nacht sind vereinzelte Lampen wie die Inseln im Dunkelmeer. Man hat eine Orientierung, sieht wohin der Weg geht und vielleicht reicht das Licht ja sogar für die Schritte dazwischen. Die Bäume und ihre kahlen Äste zeichnen sich nur schemenhaft gegen den dunklen Himmel ab … So könnte eine Geschichte beginnen. Allerdings hat diese Aufnahme einen kleinen Schönheitsfehler - sie ist nicht in der „Nacht“ entstanden … sondern zur „besten Zeit“ am Nachmittag - so die Stunde nach Feierabend kurz vor fünf Uhr. Die Tage sind kurz im Augenblick, aber bald haben wir Wintersonnenwende und es gibt ein Licht am Ende … aber lassen wir das.

12 | 10 - Lichtsurfer

An der Sporthalle des Vincent-Lübeck-Gymnasiums befindet sich seit einiger Zeit eine großformatige Darstellung verschiedener Sportarten - ein sehr gut gestaltetes Kunstwerk. Nun ist es nicht mein Ziel Kunstwerke anderer Künstler zu fotografieren oder hier im Rahmen dieses Projekte darzustellen. Aber an einem der letzten Abende bin ich dort vorbeigefahren und mich hat das Wechselspiel zwischen dem Lichtschein der daneben stehenden Lampen und dem Kunstwerk sehr angesprochen. Deshalb bin ich heute im Dunkeln hingefahren und habe dieses Motiv herausgestellt, für mich ist das ein Sportler/eine Sportlerin die sich in diesem Moment auf dem Lichtschein treiben lässt - als würde sie/er auf den Lichtwellen surfen. Man darf ja mal ein wenig Fantasie haben!

12 | 07 - Diagonalen

Dieses Dach eines Autohändlers verbindet die Solidität der Betonpfeiler mit der Leichtigkeit des Daches. Die Struktur der verwendeten Materialien und den vielen Linien zueinander ergeben ein interessantes Spiel dieser Linien und Materialien. Um das noch zu verstärken ist die diese Aufnahme „schräg“ entstanden, so dass die meistern der Linien zu Diagonalen im Bildausschnitt werden. Dazu kommen die luftigen Wolken im restlichen Teil des Bildausschnittes.

12 | 05 - Allee der Ruhe

Ursprünglich wollte ich vor 14 Tagen schon zum Horstfriedhof fahren um dort Motive zu finden. Heute war es ein rundum grauer Tag, das fand ich passend. Der Horstfriedhof ist schon relativ alt und bietet somit ein sehr abwechslungsreiches Bild mit sehr unterschiedlichen Motiven. Nun wollte ich nicht gerade Grabstellen oder ähnliches fotografieren, sondern etwas das dazu gehört aber das Thema Friedhof nicht in den Vordergrund stellt. Eine der markanten Achsen auf dem Friedhof ist diese Allee, die im Winter ohne Blätter einen ganz anderen Charakter als im Sommer hat - und somit sehr zur trüben Stimmung dieses Tages passt.


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